SUNHAE IM, SOPRAN
Sunhae Im, „eine der großen Sängerinnen unserer Zeit!“ (FAZ), hat sich mit ihrer unverwechselbar berückenden Stimme, tiefem dramaturgischen Verständnis und außergewöhnlicher Bühnenpräsenz als eine der führenden Künstlerinnen weltweit etabliert.
Sie begeistert nicht nur im Repertoire Alter Musik mit Dirigenten wie René Jacobs, Philippe Herreweghe, Fabio Biondi, Ton Koopman und Diego Fasolis u. a. mit dem Freiburger Barockorchester, Europa Galante und der Akademie für alte Musik Berlin, sondern mit weit gefächertem Repertoire:
Sunhae Im „a splendidly bright soprano” (The New York Times) konzertierte mit Manfred Honeck, Iván Fischer, Myung-Whun Chung, Kent Nagano und Zubin Mehta u.a. beim Verbier Festival, in der Carnegie Hall, Philharmonie de Paris, der Elbphilharmonie Hamburg. Sie engagiert sich spielfreudig in innovativen Projekten wie Die Schöpfung mit La Fura dels Baus und La Finta Giardiniera mit der Mailänder Scala in Shanghai.
Zu ihren jüngsten Projekten gehören Handels Il trionfo del Tempo e del Disinganno (mit dem Freiburger Barockorchester und René Jacobs bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck), Mozarts Konzertarien (mit Yunchan Lim, Masato Suzuki und der Camerata Salzburg), Mozarts Requiem (mit dem Korean National Chorus) sowie Konzerte beim Marvão International Music Festival und beim Internationalen Mozartfestival Gdańsk. Darüber hinaus trat sie in Konzertabenden mit Ramón Vargas in Korea auf, sang in der Uraufführung von Ben Roesslers Oper The Third War (Regie/Produktion: Bonn Park, aufgeführt in Seoul) und war in Haydns Die Schöpfung (mit dem Orchestre National Auvergne-Rhône-Alpes unter Thomas Zehetmair) zu erleben.
In der Saison 2026/2027 wird sie mit einer Seoul-Europa-Tournee der Oper The Third War zu sehen sein, Bachs Kantate Jauchzet Gott in allen Landen (BWV 51) mit den Berliner Barock Solisten und Andrew Balio (Trompete) aufführen sowie aufnehmen und im Rahmen einer Europa-Tournee in Salieris Falstaff unter der Leitung von René Jacobs mitwirken.
Sunhae Im hat mehr als 40 Tonträger eingespielt und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihr Soloalbum Orfeo[s] erhielt den Prix Elly Ameling der Académie du Disque Lyrique, und ihre CD Didone Abbandonata wurde in drei Kategorien für den OPUS KLASSIK nominiert. Unter der Leitung von René Jacobs nahm sie fünf Mozart-Opern (La clemenza di Tito, Don Giovanni, Idomeneo, La finta giardiniera, Die Zauberflöte) sowie Händel-Opern (Siroe, Agrippina, Orlando, Silla) auf. Darüber hinaus umfasst ihre Diskografie Geistliche Werke von J. S. Bach (Matthäus-Passion, Johannes-Passion, H-Moll-Messe, Weihnachtsoratorium), weltliche und geistliche Werke von Haydn (Esterházy-Kantaten, Harmoniemesse, Die Schöpfung, Orlando paladino, L’isola disabitata), Glucks Orfeo in der Regie von Pina Bausch an der Opéra National de Paris sowie Mahlers 4. Sinfonie.
Auch als Liedsängerin genießt sie große Anerkennung. Ihre erste Lied-Einspielung Erwin Schulhoff: Sämtliche Lieder erschien 2020. Sie stieß bei der Kritik auf begeisterte Resonanz und wurde unter anderem mit dem Preis La Clef von ResMusica sowie dem Bestenlisten-Preis der Deutschen Schallplattenkritik (01/2021) ausgezeichnet. In Kürze erscheint ihr neues Album mit Kunstliedern von Erich J. Wolff.
Im Jahr 2025 wirkte sie als Jurymitglied beim Internationalen Gesangs- und Klavierwettbewerb Nadia und Lili Boulanger (Concours International de Chant-Piano Nadia et Lili Boulanger) in Paris. 2026 war sie Jury-Mitglied bei der 7th UNISA International Voice Competition der UNISA Music Foundation in Pretoria (Südafrika). Darüber hinaus moderierte sie zahlreiche Fernsehsendungen, darunter über drei Staffeln hinweg (2022–2024) die Sendung Ombra Mai Fu auf Hankyung Arte TV, in der sie zahlreiche koreanische und internationale Musikerinnen und Musiker interviewte. Zudem führte sie als Moderatorin durch alle sieben Episoden der Sendung Sunyul (Melodien) auf CPBC TV (Catholic Peace Broadcasting Corporation).
Sunhae Im wurde in Korea geboren und studierte bei Lokyung Pak an der Seoul National University sowie als DAAD-Stipendiatin bei Roland Hermann an der Hochschule für Musik Karlsruhe.